Protein2Food

Das von der EU geförderte Projekt untersuchte eiweißreiche Kulturen in Europa als attraktive Alternativen zu Fleisch – ein Mittel, um die Umweltauswirkungen von Nutztieren auf dem Planeten zu verringern und den Landwirten eine neue Einkommensquelle zu bieten.


Die Fleischproduktion verbraucht eine enorme Menge an Energie und macht fast 15 % aller vom Menschen verursachten Treibhausgas-emissionen aus. Da die Weltbevölkerung weiter wächst, sagen Exper-ten, dass unser gegenwärtiger Appetit auf Fleisch nicht nachhaltig ist. Fleisch ist eine ausgezeichnete Proteinquelle, aber es ist nicht die einzige. Um den europäischen Verbrauchern mehr Möglichkeiten zu bieten, hat das von der EU finanzierte PROTEIN2FOOD-Projekt (2015-2020) neue Produkte aus hochwertigen Eiweißpflanzen entwickelt.

Einige der in PROTEIN2FOOD untersuchten Proteinpflanzen, wie Quinoa und Amaranth, stammen aus der Andenregion Südamerikas.Forscher arbeiten daran, diese Pflanzen vollständig an das europäische Klima anzupassen und die Menge und Qualität des darin enthaltenen Proteins zu erhöhen.

Das Projekt verbesserte Methoden zur Extraktion des Proteins, wodurch neue proteinreiche Inhaltsstoffe für die Lebensmittelverarbeitung geschaffen wurden. Der PROTEIN2FOOD-Partner Prolupin, ein deutsches KMU, verwandelt Lupinen, eine traditionelle Hülsenfrüchtekultur, in hochproteinhaltige Verbindungen für den industriellen Einsatz. Eine Lupinencreme, die in Mayonnaise, als Topping oder zur Herstellung von Gemüseeis verwendet werden kann, wurde entwickelt.

PROTEIN2FOOD war auch in der Verarbeitung dieser hochproteinhaltigen Inhaltsstoffe und in der Herstellung von proteinreichen Lebensmitteln wie Pasta, Gemüsegetränke, Proteinriegel, gesundes Frühstücksgetreide und Säuglingsnahrung beteiligt.

Schulung und Hintergrundmaterial: